F: Sollten Patienten mit einer systemischen Vorerkrankung (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatoide Arthritis oder Diabetes mellitus) einen aMMP-8-Test machen?
A: Studien bestätigen eindeutige Zusammenhänge zwischen oraler und systemischer Gesundheit. Daher sollten alle Patienten, ggf. auch vor dem 18. Lebensjahr, einmal im Jahr getestet werden.
F: Sollten Raucher getestet werden?
A: Auf jeden Fall. Rauchen beeinträchtigt das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und fördert Wundheilungs- und Durchblutungsstörungen. Daher haben Raucher ein größeres Risiko, an Parodontitis zu erkranken und damit ggf. auch einen höheren aMMP-8-Wert.
F: Sollten Patienten mit Endoprothesen regelmäßig getestet werden?
A: Ja. Orthopäden betonen die Bedeutung einer gesunden Mundhöhle vor einer Gelenkersatz-Operation. Eine Infektion des neuen Gelenks kann zu ernsthaften Problemen führen, die ggf. einen weiteren chirurgischen Eingriff oder eine langwierige Antibiotikatherapie nach sich ziehen können.
F: Ist der aMMP-8-Test ein Test zur Diagnose einer Parodontitis?
A: NEIN! Er dient dazu, eine präklinische parodontale Entzündung und deren Aktivität bzw. Progression zu erkennen. Er sollte in Verbindung mit Kontrolluntersuchungen oder in der professionellen Dentalhygiene durchgeführt werden. Der aMMP-8-Test zeigt die Aktivität des Kollagenabbaus in Echtzeit an. Er identifiziert Patienten, die ein engeres Prophylaxe-Intervall und eine intensivere Mundhygiene benötigen und hilft, die Stabilität des Gewebes nach einer erfolgten Parodontitistherapie zu überwachen. Parodontitis beginnt symptomlos und ohne klinische Entzündungszeichen. Sie wird erst erkannt, wenn bereits eine Schädigung des Gewebes oder des Knochens eingetreten ist.
F: Muss er PerioSafe® PRO DRS-Test von einem Zahnarzt durchgeführt werden?
A: Nein. Nach vorheriger Einweisung kann dies auch von anderen Teammitgliedern übernommen werden.
F: Was bedeutet ein höherer aMMP-8-Wert?
A: Es bedeutet, dass aktuell eine aktive Progression von Kollagenabbau in Echtzeit stattfindet. Je höher der aMMP-8-Wert ist, desto ausgeprägter ist der Progressionsaktivität.
F: Ist der aMMP-8-Wert bei einem Patienten immer konstant?
A: Nein. Eine Kollagenolyse verläuft wie bei chronischen Erkrankungen episodisch. Die Aktivität hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der aktuellen Gesundheit und des Immunsystems des Patienten.
F: Was passiert, wenn sich der aMMP-8-Wert auch nach mehreren Prophylaxe-Behandlungen, einer Parodontitistherapie und deutlich verbesserter Mundhygiene nicht verbessert?
A: Manchmal gibt es andere Ursachen für die Progression eines Kollagenabbaus. Sobald eine vollständige orale Untersuchung durchgeführt wurde, um mögliche intraorale Ursachen auszuschließen, kann eine Überweisung zum Arzt angezeigt sein. Gegebenenfalls könnte eine systemische Ursache vorliegen.
F: Wie kann ich den PerioSafe® PRO DRS-Test erfolgreich in der Praxis umsetzen?
A: Erfolgreiche Praxen haben folgendes getan:
- Sicherstellen, dass das ganze Team versteht, warum die Biomarker-Technologie in die Praxis integriert werden sollte
- Teammitglieder in die Umsetzung der aMMP-8-Tests am Patienten einbinden
- Interesse an einer Image-Veränderung der Praxis vom Reparaturbetrieb zur Präventionspraxis
- Systematisches Screenen aller Patienten, um präklinische Entzündungsprozesse frühzeitig zu erkennen.
- Ergebnisse dokumentieren
- Patientenaufklärung über die Bedeutung der aMMP-8-Biomarker-Analyse in Bezug auf die oral-systemische Gesundheit. Es ist wichtig, Schädigungen frühzeitig zu erkennen, um eischreiten zu können, bevor Symptome auftreten.
F: Hat ein hoher aMMP-8-Wert Auswirkungen auf andere Bereiche des Körpers?
A: Studien zeigen, dass orale Entzündungen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Arthritis, Alzheimer, einigen Krebserkrankungen und anderen systemische Erkrankungen in Verbindung stehen.
F: Warum hat ein parodontal gesunder Patient ein erhöhten aMMP-8-Wert?
A: Untersuchungen haben gezeigt, dass ca. 40 – 50 % der klinisch gesunden Patienten positiv getestet werden. Das bedeutet, dass sie sich möglicherweise im präklinischen (unsichtbaren) Stadium eines Gewebe- bzw. Kollagenabbaus befinden. Bei diesen Patienten sollte das Prophylaxe-Intervall gestrafft werden und es sollten zusätzliche Anweisungen in der tägliche Mundhygiene erfolgen. Drei Monate später kann ein erneuter aMMP-8-Test durchgeführt werden. Zusätzlich könnte hier z.B. auf das Thema Ernährung oder negativer Stress eingegangen werden.
F: Wann sollte der Patient zu einem Arzt überwiesen werden?
A: Nach einem positiven aMMP-8-Test, mehreren Dentalhygiene-Terminen und verbesserter Mundhygiene hat Patient noch immer einen hohen aMMP-8-Wert. Bei einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Ärzten muss kommuniziert werden, weshalb sie den Patienten überweisen. Es gibt möglichweise den Verdacht auf eine systemische Erkrankung.
F: Wie berechne ich den PerioSafe® PRO DRS-Test?
A: Das wird in den Praxen unterschiedlich gehandhabt Die meisten Praxen erheben für den ersten aMMP-8-Test keine Gebühren. Die funktioniert sehr gut, da etwa 80 % der positiv getesteten Patienten weiter Vorsorgeuntersuchungen und häufigere Nachsorgetermine wahrnehmen. Das wirkt sich positiv auf den Umsatz der Praxis aus. Die Testkosten kompensieren sich, da die Patienten intrinsisch motiviert sind und die Akzeptanzbarriere beseitigt ist.
F: Wie genau ist der aMMP-8-Test?
A: Er hat eine Spezifität von 95 %. Er ist also sehr genau.
F: Gibt es wissenschaftliche Belege für den aMMP-8-Test?
A: Ja. In der zahnmedizinischen Fachliteratur wurden über 400 Studien veröffentlicht. Die medizinische Fachliteratur enthält rund 1000 Artikel über aMMP-8 und seine Funktion im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen.
F: Können bestimmte Medikamente den aMMP-8-Spiegel beeinflussen?
A: Einige Medikamente beeinflussen des aMMP-8-Spiegel, darunter z.B. Chlorhexidin, Tetracyclin, Cyclosporin oder Bisphosphonate.
F: Beeinflussen endodontische Läsionen den aMMP-8-Wert?
A: Eine endodontische Läsion befindet sich im Knochen an der Wurzelspitze. Sie weist in der Regel höhere aMMP-8-Werte auf, die über den PerioSafe® PRO DRS-Test nicht nachweisbar sind.